Ruhr-Allianz Elektrotechnik und Informationstechnik

Breites Studium ETIT

Vertiefungsthemen im Masterstudium

Den Bachelorabsolventen der Studiengänge Elektrotechnik und Informationstechnik der Ruhr-Allianz ETIT bieten sich vielfältige Qualifizierungsmöglichkeiten in den beiden Masterstudiengängen, wobei ein Übergang von einer zur anderen Universität problemlos möglich ist, weil bereits die Bachelorstudiengänge untereinander abgestimmt sind und der Bachlorabschluss einer Universität die Zugangsvoraussetzung zum Masterstudium der anderen Universität erfüllt.



Quelle:
Robert Bosch GmbH

Automatisierungstechnik
Die Automatisierungstechnik befasst sich mit Verfahren zur selbstständigen Steuerung technischer Anlagen. Diese Zielsetzung findet sich in vielen Bereichen, beispielsweise bei der Steuerung von Elektroenergienetzen, der Regelung und Optimierung verfahrenstechnischer Anlagen, der Überwachung der Verkehrsdichte und Steuerung von Fahrzeugströmen in der Verkehrstechnik, der Steuerung von Robotern und Fertigungszellen oder in der Gebäudeautomatisierung. Die Automatisierungstechnik trägt damit entscheidend zum sicheren, ökonomischen und umweltschonenden Betrieb von Geräten und Anlagen bei, wie Autopiloten bei Flugzeugen, die Motorsteuerung und Antiblockiersysteme in Kraftfahrzeugen oder die Regelung der häuslichen Heizungsanlage zeigen.

Um diese Aufgaben lösen zu können, müssen dynamische Modelle der zu steuernden Anlage aufgestellt, die wichtigsten Eigenschaften dieser Anlagen analysiert, sowie Regelungen und Steuerungen entworfen und realisiert werden. Dafür gibt es Vorgehensweisen, die weitgehend losgelöst sind von den technischen Gegebenheiten und der physikalischen Beschaffenheit des zu steuernden Objektes und die deshalb in den genannten Anwendungsgebieten gleichermaßen einsetzbar sind. Wer Automatisierung studiert, hat also vielfältige Berufschancen, z.B. in der Kraftfahrzeugtechnik, Verfahrenstechnik, Luft- und Raumfahrt, Fertigungstechnik, sowie in nichttechnischen Gebieten wie der Medizin oder Wasserwirtschaft.

Automatisierungstechniker greifen auf Verfahren der technischen Informatik für die Gestaltung zweckmäßiger Rechnerarchitekturen und für die Echtzeitprogrammierung der Steuerungsalgorithmen sowie auf Methoden der Kommunikationstechnik für die Signalverarbeitung und -übertragung zurück, was den interdisziplinären Charakter dieses Fachgebietes verdeutlicht.

Foto: ESP – Elektronisches Stabilitäts-Programm

Automatisierungstechnik,
Ruhr-Universität Bochum

Automotive & Robotik,
TU Dortmund


Quelle:
Audi AG

Automotive Technologien & Systeme
Steigende Kundenanforderungen an Funktionen für Sicherheit, Wirtschaftlichkeit, Komfort, Agilität und Kommunikation auf der einen Seite und gesetzliche Auflagen hinsichtlich der Emissionen und dem Schutz anderer Verkehrsteilnehmer auf der anderen Seite können nur durch eine weitere Zunahme der Elektronik im Kraftfahrzeuge erfüllt werden. Dabei wird bereits heute ein Oberklassenfahrzeug wesentlich durch seine Elektronikfunktionen definiert. Gegenwärtig werden Systeme integriert, die den Fahrer bei Routineaufgaben oder auch in Extremsituationen unterstützen, der Mensch ist meist noch an der Ausführung beteiligt. In naher Zukunft werden Elektroniksysteme einzelne sicherheitsrelevante Aufgaben komplett übernehmen. Erste Schritte in Richtung autonomes Fahren werden damit gemacht. Die Komplexität der Elektronik und auch der Software wird dadurch um ein Vielfaches zunehmen. Auch im Bereich der Energieversorgung oder der Kommunikationstechnik im Fahrzeug stehen uns bahnbrechende Innovationen bevor: Hybridantriebe oder Car-to-Car Kommunikation sind hier Stichworte. Die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen umfassen sowohl die funktionale als auch die räumliche Zusammenführung der den verschiedenen Domänen (Maschinenbau, Elektro- und Informationstechnik) angehörenden Komponenten.

Automotive & Robotik,
TU Dortmund

Automatisierungstechnik,
Ruhr-Universität Bochum


Quelle:
LS Kommunikationstechnik,
TU Dortmund

Bildsignalverarbeitung
Die Bildsignalverarbeitung kommt zur Anwendung in der kommerziellen Bildverarbeitung auf Anwendungen der bildbasierten Überwachung und Navigation z.B. für den Einsatz in Automotive- und Robotik-Systemen. Weiterhin werden Verfahren der Bildsignalverarbeitung bei elektronischen Medien eingesetzt. Die Anwendungen hier erstrecken sich von der (Film-) Produktion bis zur Großbild-Visualisierung auf HDTV-Displays mit höchster Bildqualität.

Informations- & Kommunikationstechnik,
TU Dortmund


Quelle:
LS für Nachrichtentechnik
Ruhr-Universität Bochum

Digitale Übertragungstechnik
Die moderne Kommunikationstechnik ist heute allgegenwärtig und ihre Dienste sind in der Regel mobil verfügbar, wie etwa in der Mobilfunktelefonie oder aber auch beim digitalen Fernsehen. Die Übertragung der ursprünglichen analogen Signale, also zum Beispiel die menschliche Sprache oder ein aufgenommenes Bild, erfolgt digital. Die grundsätzlichen Probleme der Übertragung resultieren aus zeitlich sich ändernden Übertragungsbedingungen und störendem Rauschen der Umgebung. In der Vorlesung wird der prinzipielle Aufbau eines digitalen Übertragungssystems vorgestellt und die einzelnen Bausteine werden in ihrer Funktionsweise erklärt. Sie lernen, welchen Anforderungen Übertragungssysteme unterworfen sind und Sie erhalten konkrete Konzepte zur technischen Umsetzung. Mit den in der Vorlesung erworbenen Kenntnissen können Sie außerdem die Güte eines Übertragungssystems anhand gängiger Kenngrößen beurteilen und Ihnen sind die wichtigsten Begriffe des technischen Sprachgebrauchs geläufig.

Kommunikationstechnik,
Ruhr-Universität Bochum


Quelle:
LS Hochspannungstechnik & EMV,TU Dortmund

Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)
Die EMV ist heute eine gesetzlich geforderte Eigenschaft aller elektrischen Einrichtungen, die als friedliche Koexistenz von ungewollten Sendern und Empfängern elektromagnetischer Energie verstanden wird. Die wissenschaftliche Aufgabe besteht darin, Auslegungsregeln für elektrische Einrichtungen zu begründen, die ohne Behinderung der gewünschten Funktionalität höchste Störsicherheit bei geringster Emission versprechen. Die bisher dominierende empirisch-experimentelle Vorgehensweise wird zunehmend durch theoretisch-simulatorische Verfahren ersetzt.

Foto: Modenverwirbelungskammer zur Erzeugung hoher Prüffeldstärken in Bereich 100 MHz … 10 GHz

Informations- & Kommunikationstechnik,
TU Dortmund

Automotive & Robotik,
TU Dortmund

Elektrische Energietechnik,
Universität Dortmund


Quelle:
LS Energiesystem und Energiewirtschaft,
TU Dortmund

Energiesystemtechnik
Die Energiesystemtechnik befasst sich mit dem Zusammenwirken energie- und informationstechnischer Komponenten zur sicheren, umweltfreundlichen und wirtschaftlichen Energieversorgung. Die kontinentweite Vernetzung, der transeuropäische Energiemarkt, effiziente Anlagen und Antriebstechnik sowie die Einbindung dezentraler und regenerativer Energiequellen sind nur einige der Herausforderungen. Darüber hinaus bestehen energietechnische Fragestellungen u.a. auch im Automobilbereich, wo elektrische Energie über das Bordnetz zur Versorgung immer anspruchsvollerer Hilfs- und Zusatzsysteme bereitgestellt wird, oder auch in der Robotertechnik und Mechatronik.

Elektrische Energietechnik,
TU Dortmund

Automatisierungstechnik,
Ruhr-Universität Bochum


Quelle:
AG für Energiesystemtechnik, Ruhr-Universität Bochum

Energiesystemtechnik und regenerative Energietechnik
Die Nutzung regenerativer Energien, beispielsweise von Windkraft oder Biomasse, erfordert zukunftsweisende Technologien aus vielen Bereichen der Elektrotechnik und des Maschinenbaus. Die Charakteristik des Primärenergie-Angebotes, die Richtlinien für die Energiebereitstellungsqualität sowie umweltspezifische und wirtschaftliche Aspekte definieren Rahmenbedingungen. Diese sind bei der Konzeption, Auslegung und Optimierung von Energiesysteme zu berücksichtigen. Das im Studium vermittelte Wissen aus den Kernbereichen Leistungselektronik, Antriebstechnik und regenerativer Energietechnik begründet die Kompetenz, diesen umfangreichen Anforderungen unter Berücksichtigung der hohen Komplexität gerecht zu werden. Beispielsweise bestimmen Standortfaktoren die Verfügbarkeit der Ausgangsenergie sowie die Art der Anbindung an das lokale Energieverteilungsnetz und fordern flexible, fallbezogene Lösungskonzepte.

Foto: Windkraftanlage

Energiesystemtechnik und regenerative Energietechnik,
Ruhr-Universität Bochum


Quelle:
LS Allgemeine Informationstechnik und Kommunikationsakustik
Ruhr-Universität Bochum

Kommunikationsakustik
Das Forschungsgebiet Kommunikationsakustik umfasst die Sprachkommunikation, die physikalische Akustik und die Hörakustik, sowie grundsätzliche Methoden der statistischen Signalmodellierung und der adaptiven Filter. Dabei spielt die Analyse und die Modellbildung der menschlichen Spracherzeugung und des menschlichen Hörorgans, sowie die digitale Sprach- und Audiosignalverarbeitung eine besondere Rolle. Wichtige Anwendungsfelder sind mobile Kommunikationsendgeräte, die Mensch-Maschine-Kommunikation, Hörgeräte und Cochlea-Implantate, multimodale virtuelle Umgebungen und die Fahrzeugakustik.

Kommunikationstechnik,
Ruhr-Universität Bochum


Quelle:
Siemens AG,
Transportation Systems

Mechatronische Antriebssysteme
Moderne Antriebssysteme müssen höchste Leistungen und präzise Steuerbarkeit mit möglichst geringem Energieverbrauch bieten. Die hierfür benötigte elektrische Energie wird mit Hilfe von Leistungselektronik gezielt gesteuert. Wissen über Leistungselektronik, elektrische Maschinen sowie Mess- und Regelungstechnik spielt eine zentrale Rolle bei der Entwicklung solcher Systeme. Darüber hinaus ist es von essentieller Bedeutung für die Zuverlässigkeit und Lebensdauer bei der Auslegung und Optimierung von komplexen Antriebssystemen das Verhalten der gesamten Energieumwandlungsstrecke, wie z. B. die Wechselwirkung des mechanischen und des elektrischen Teil-Antriebssystems untereinander zu berücksichtigen. Einsatzbereiche sind in der Verkehrstechnik (Bahnen und Kraftfahrzeuge) sowie in vielen Bereichen des Maschinenbaus zu finden. Auch die Nutzung regenerativer Energien, vor allem aus Wind und Biomasse, benötigt solche Systeme. Diese arbeiten dann als Generatoren am Energieversorgungsnetz. Aufeinander abgestimmte Vorlesungen vermitteln das zum Verständnis und zum Entwurf solcher Systeme erforderliche Wissen und Verständnis.

Foto: Velaro-E-Kopf

Energiesystemtechnik und regenerative Energietechnik,
Ruhr-Universität Bochum


Quelle:
Fakultät ETIT,
TU Dortmund

Mikrosystemtechnik & Mikroelektronik
Mikroelektronische Schaltkreise bilden die hardwaremäßige Grundlage unserer modernen Informations- und Technikgesellschaft. Die zunächst in der Mikroelektronik entwickelten Technologien zur Erzeugung von Mikro- und Nanostrukturen werden heute in der Mikrosystemtechnik eingesetzt, um mikromechanische, mikrooptische und mikrofluidische Bauelemente zu entwickeln und diese zusammen mit mikroelektronischen Schaltkreisen zu intelligenten Mikrosystemen für Anwendungen in der Sensorik, Aktorik und Analytik zu kombinieren. Während des Studiums lernen Sie alle notwendigen Geräte und Reinräume kennen, um mikrosystemtechnische Komponenten zu entwerfen, zu realisieren und zu testen: Mikroelektronische Schaltkreise auf der Basis von CMOS-Technik, mikromechanische und mikrooptische Bauteile auf der Basis von Silizium sowie mikrooptische und mikrofluidische Systeme aus polymeren Werkstoffen.

Mikrosystemtechnik & Mikroelektronik,
TU Dortmund


Quelle:
LS Kommunikationsnetze,
TU Dortmund

Mobile & Drahtlose Kommunikation
Im Bereich der Telekommunikation sind mit dem Internet ganz neue Anwendungsklassen (z.B. IP-TV) entstanden, die sehr hohe, aktuell noch nicht erfüllbare Anforderungen an eine drahtlose bzw. mobile Vernetzung stellen. Es sind sehr große Bandbreiten von bis zu 100 MBit/s pro Nutzer mit hoher Qualität zu realisieren und dabei auch effiziente und damit für die Netzbetreiber und die späteren Endkunden bezahlbare Lösungen zu finden. Die Innovationsfelder sind dabei der in-house Bereich, die Weitverkehrsvernetzung und die unsichtbare, flexible Vernetzung von intelligenten Dingen, wie Sensoren und Steuerungssystemen in der Energie- oder Medizintechnik. Hierfür sind neue Technologien im Bereich der Übertragungstechnik (z.B. WiMAX, Wireless USB) sowie der Vernetzungsarchitekturen und –protokolle (z.B. Mesh Networking) notwendig, mit denen Sie im Rahmen des Masterstudiums intensiv in Berührung kommen.

Foto: UMTS-Netzemulator

Informations- & Kommunikationstechnik,
TU Dortmund


Quelle:
LS Werkstoffe und Nanoelektronik, Ruhr-Universität Bochum

Nanoelektronik
Die Nanoelektronik befasst sich mit elektronischen Strukturen mit Abmessungen unter 100 nm. In heutigen Mikroprozessoren werden viele 100 Millionen derart kleiner Transistoren integriert. Die fortschreitende Miniaturisierung wirft fundamentale Probleme in der Herstellung auf, die mit neuen Konzepten, Technologien und Materialien gelöst werden müssen. Dabei wird die grundlegende Funktion der Transistoren trotz der Effekte kleiner Abmessungen möglichst beibehalten. Ein Forschungsgebiet der Nanoelektronik untersucht die Anwendung von bislang nicht genutzten Quanteneffekten für neuartige Bauelement-Funktionen. Wichtiges Hilfsmittel bei der Herstellung maßgeschneiderter Strukturen ist der fokussierte Strahl eines hoch auflösenden Elektronenmikroskops. Damit lassen sich die Nanostrukturen lithografisch definieren und anschließend auch abbilden.

Foto: Doktorandin am Elektronenmikroskop im Reinraum.

Mikro- und Nanoelektronik,
Ruhr-Universität Bochum


Quelle:
LS für Nachrichtentechnik
Ruhr-Universität Bochum

Numerische Integration Partieller Differentialgleichungen mit Wellendigitalprinzipien
Die aus elektrischen Schaltungen abgeleiteten Wellendigital-Algorithmen zeichnen sich nicht nur durch nachweisbare Robustheit sondern auch durch massiven Parallelismus der Signalverarbeitung aus. Diese Eigenschaften zusammen mit der expliziten Berechenbarkeit der interessierenden Größen im Wellenbereich ermöglichen einen formalen Korrektheitsbeweis des zugehörigen Codes. Aus diesem Grunde sind Wellendigitalprinzipien prädestiniert für numerische Anwendungen mit Sicherheitsverantwortung, z. B. bei on-line Simulationen. Hierbei ist die Eignung vor Einsatz von den zuständigen Behörden zu genehmigen. Während Ihres Studiums lernen Sie die physikalischen und mathematischen Grundlagen der Wellendigital-Prinzipien kennen und anwenden. Ihnen wird die Abtastung des Orts- und Zeitraumes verständlich dargestellt, so dass Sie in dem Berechnungsregime den Parallelismus erkennen. Sie verstehen, wie eine elektrische Schaltung anhand einschlägiger Regeln in ein Wellendigital-Äquivalent überführt wird, das als bildhafte Darstellung des betreffenden Algorithmus dient.

Automatisierungstechnik,
Ruhr-Universität Bochum

Kommunikationstechnik,
Ruhr-Universität Bochum


Quelle:
Fakultät ETIT,
TU Dortmund

Optische Übertragungstechnik und Photonik
Faseroptische Nachrichtennetze bilden heute eine entscheidende Grundlage der In-formationsgesellschaft. Die ersten Glasfaserstrecken wurden vor etwa 20 Jahren in Betrieb genommen. Seitdem haben die Übertragungsraten, getrieben von Datenkommunikation und Internetanwendungen (z. B. Laden von Audio- bzw. Video-Dateien und neue Dienste wie Video on Demand, Youtube, Second Life, etc.), stark zugenommen. Die Entwicklung der optischen Kommunikationstechnik ist keineswegs abgeschlossen. Sie schreitet schnell voran bei Komponenten, Verfahren und Systemanwendungen. Datenraten von 10 Gb/s und 40 Gb/s pro Kanal bzw. Wellenlänge sind heute Stand der Technik. Systeme mit noch höheren Kanaldatenraten (z. B. 100 Gb/s Ethernet) werden in Feldversuchen erprobt. Erbium-dotierte Faserverstärker mit vielen THz optischer Verstärkerbandbreite erlauben im Zusammenspiel mit Vielkanal-Wellenlängenmultiplex-Betrieb eine dramatische Erhöhung der Übertragungskapazität von faserbasierten Übertragungssystemen.

Informations- & Kommunikationstechnik,
TU Dortmund


Quelle:
LS Photonik und Terahertztechnologie, Ruhr-Universität Bochum

Photonik und Terahertztechnologie
Die Anwendungsfelder optischer Technologien bzw. der Photonik sind vielfältig. Neben der optischen Datenübertragung als Basis für das Internet wird dabei vor allem die optische Messtechnik immer bedeutender. Ein wichtiger Anwendungsbereich ist zum Beispiel die biomedizinische Forschung und Diagnose. So können etwa optische Verfahren helfen, Hauttumore von gesundem Gewebe zu differenzieren. Darüber hinaus bietet die Erforschung und Weiterentwicklung optoelektronischer Bauelemente wie Leuchtdioden oder Halbleiterlaser ein immenses Potential auch für die Erschließung ganz neuer Anwendungen. Ein Beispiel sind Leuchtdioden oder Laser, die durch den Spin der injizierten Elektronen beeinflusst werden und somit von hohem Interesse für informationstechnische Anwendungen sind. Ein zweites Beispiel sind Halbleiterlasersysteme, die darauf ausgelegt sind, im ferninfraroten Bereich des elektromagnetischen Spektrums, im sogenannten Terahertz- (THz-) Bereich zu emittieren. THz-Strahlung ist interessant für Anwendungen in der zerstörungsfreien Prüfung von Industriegütern oder auch in der Sicherheitstechnik.

Foto: Doktorand bei der Untersuchung einer Spin-kontrollierten Leuchtdiode

Mikro- und Nanoelektronik,
Ruhr-Universität Bochum

Medizintechnik,
Ruhr-Universität Bochum


Quelle:
Webseite ETIT
TU Dortmund

Robotertechnik & Mechatronik
Aufgrund des Fortschritts in der Halbleitertechnik und der steigenden Computerleistung erobern autonome Roboter immer mehr Anwendungsfelder. Autonome Roboter sind in der Lage, ihre Umgebung selbständig erfassen, auf Ereignisse individuell zu reagieren und sogar mit der Umwelt gezielt zu interagieren. Die Informationen von Sensoren müssen im Hinblick auf verschiedene Randbedingungen wie Echtzeit oder störendes Rauschen verarbeitet und analysiert werden. In der Praxis steht eine große Palette von Sensoren zur Verfügung, wobei hauptsächlich Kameras oder Distanz messende Sensoren wie Laserscanner oder Ultraschallsensoren eingesetzt werden. Allerdings ist die alleinige Information aus einer Sensormessung zur Bewältigung von typischen Aufgabenstellungen autonomer Roboter im Allgemeinen nicht ausreichend sondern muss durch eine Interpretation der zeitlichen Abfolge der gewonnenen Informationen in Verbindung mit einem Modell der Umwelt oder des Roboters ergänzt werden. Die Robotertechnik erfordert das Zusammenwirken von mechanischen, elektronischen und informationstechnischen Elementen und gilt daher als ein Paradebeispiel der Mechatronik. Hier liegt die besondere Herausforderung in der interdisziplinären Zusammenarbeit verschiedener Ingenieurwissenschaften wie Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik.

Automotive & Robotik,
TU Dortmund


Quelle:
Areva, Erlangen

Technische Zuverlässigkeit
An die Leittechnik in Sicherheitssystemen bei Flugzeugen, Bahnen, medizinischen Geräten und von Kernkraftwerken werden zum Schutz von Mensch und Umwelt besonders strenge Anforderungen bezüglich ihrer Verlässlichkeit gestellt. Diese umfasst die Kontinuität der Funktionalität, das Bereitsein zur Benutzung, das Nichtauftreten gefährlicher Ausfälle sowie die Verhinderung von Angriffen auf Informationen.
Während des Studiums lernen Sie wesentliche Anforderungen und ihre technischen Umsetzungen ebenso kennen wie den aktuellen Stand von Planungs- und Entwurfswerkzeugen, mit denen frühzeitig Verifikationstests durchgeführt werden und eine automatische Codegenerierung zur Erzielung einer hohen Verlässlichkeit erfolgt. Abgesichert werden die technischen Maßnahmen durch Zuverlässigkeitsanalysen, für die die gängigsten Methoden erläutert werden.

Automatisierungstechnik,
Ruhr-Universität Bochum

Kommunikationstechnik,
Ruhr-Universität Bochum


Quelle:
LS Hochspannungstechnik & EMV,TU Dortmund

Technologie der Polymere
Unter den in der Elektrotechnik eingesetzten Werkstoffen nehmen Polymere eine Sonderstellung ein, da ihre prägenden Eigenschaften sehr gut an die Ansprüche der jeweiligen Applikation von der Mikroelektronik bis zu Großgeräten der Energietechnik durch z.B. eingebrachte Nanopartikel angepasst werden können. Die Erforschung und Bewertung der darstellbaren Eigenschaftsprofile ist Aufgabe der systemverantwortlichen Elektrotechniker, insbesondere auch die Entwicklung von Werkstoffmodellen zur Prognose des Langzeitverhaltens unter hohen Betriebsbelastungen. Die Erkenntnisse sind in spezielle Entwurfsverfahren einzubringen; spezielle Testverfahren haben die Einsatztauglichkeit der Polymere am realisierten Gerät nachzuweisen.

Foto: Vakuumvergussanlage zur Herstellung höchstbelastbarer Polymer-Nanopartikel-Isolationssysteme

Energiesystemtechnik,
TU Dortmund